Alltakt

Filmdesign – Abschlussarbeit

Gestalter: Philip Mallmann
Entstanden: Sommersemester 2021

Die Vormoderne beschreibt die Zeit vor der Industriellen Revolution. Eine lange Zeitspanne bis ca. 1800 nach Christus, in welcher die grundlegende Erkenntnistheorie der Glaube an eine transzendentale Macht und einen übergeordneten Sinn war.

Die Moderne und die aufkommende Wissenschaft lösen den Glauben als Erkenntnistheorie ab und der Mensch wird von einem „Glaubenden“ zu einem „Wissenden“. „Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet“ ist Nietzsches Resümee für diesen Wandel. Er beschreibt darin die Erkenntnis, dass wir selbst den Sinn unserer Existenz unwiderruflich getötet haben, ohne vorher ein angemessenes Alternativangebot entwickelt zu haben. Das Menschengeschlecht stürzt in eine Existenzkrise, die scheinbar noch andauert.

Postmoderne Theorien bestätigen ein Andauern dieser Existenzkrise und die zunehmend erschwerte Herausforderung für Individuen, einen sinnvollen Plan für das Leben zu entwickeln. Alles ist konstruierbar und wieder rekonstruierbar. Das was heute gilt, kann morgen schon wieder verworfen sein. Nachhaltigkeit des Sinns, auf kleinster ganz individueller Basis, scheint die philosophische Herausforderung unserer Zeit zu sein.

Wie also können Individuen eine Haltung entwickeln, die den täglich revoltierenden Nihilismus bezwingt? Die ungewollt pragmatisch-philosophische Antwort von Arno ist diese: „Das ist kein Geheimnis, das ist das Tägliche“.

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