Tabula Rasa - Christina Seufert
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Tabula Rasa

Fotografie – Abschlussarbeit

Gestalterin: Christina Seufert
Dozenten: Heather Sheehan, Dipl. Des. Thomas Zika, Bernd Draser M.A.
Entstanden: Wintersemester 2012/13

Konzept

Muße - das ist eine Leerstelle, eine Auslassung, eine tabula rasa in den Strömungen und Turbulenzen von Zeit, Raum und Elementen. Sie ist herausgenommen aus dem Treiben und Getriebenwerden. Die fotografische Arbeit von Christina Seufert beschäftigt sich mit den verschiedenen Dimensionen der Muße - mit dem Fokus auf Raum und Zeit, Leere und Fülle, und deren Bedeutung für das Sein. Ein weißes Leinentuch versinnbildlicht in den Fotografien die Muße als Leerstelle. Dem Element des Wassers übergeben, beginnen Tuch und Wasser sich zueinander zu verhalten. Das Tuch umschließt die Luft und birgt sie zwischen sich und der Oberfläche des Wassers, als wolle es sich gleichsam auflehnen gegen das unvermeidliche Versinken im Element und dessen Strömen. An anderen Stellen wird das Tuch vom Wasser durchdrungen, schwebend in Einklang und Austausch. 

Das Tuch macht die Dauer sichtbar, die der Muße innewohnt, wie auch die Falten und verschiedenen Formen, die mit Zeit aufgefüllt sind. Geworfen ins weltliche Medium des Wassers ist das Tuch nie rein, so wie der Mensch nie ausschließlich geistiges Wesen ist, sondern ins Weltliche geworfen bleibt. Muße ist keine Weltflucht im Sinne des Eskapismus, vielmehr ein geneigtes auf die Welt Bezogenes, das sich doch darin den nachdenkenden Blick freihält. Das "Reine" entzieht sich der Darstellung in den Arbeiten. Das weiße Tuch ist durchdrungen und umgeben von Welt, und wie die erlebte Zeit nie Gleiches hervorbringt, sei es auch noch so ähnlich, stellt sich das Tuch in seiner Umgebung des Wassers nie als Identisches dar. Wer nicht vorbei eilt, sondern beginnt zu verweilen, dem wird, wie Schlegel es formuliert, "etwas Paradiesisches zuteil".

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