Tick und fertig – Eine Anleitung zum Umgang mit dem eigenen Perfektionismus

Illustration

Gestalter: Max Klein, 7. Semester
Dozent: Michael Marks
Entstanden: Wintersemester 2016/17

Konzept

Bitte machen Sie nur in den dringlichsten Fällen von Ihrem Perfektionismus Gebrauch. Er könnte Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zufügen.

Perfectus, per facere, etwas völlig machen oder vollenden. Dieses Muster fügt sich in den heutigen Zeitgeist unserer Leistungsgesellschaft. In dieser definieren wir uns meist mit dem, was wir leisten. Unzufriedenheit, innerer Druck und ein überzogenes Leistungsdenken sind die Symptome. Dem Betroffenen selbst ist nicht bewusst, dass der endlose Kampf mit der Windmühle nicht gewonnen werden kann. Eingekehrt in den eigenen Gedanken, welche viel zu hohe Ansprüche abverlangen, bewegt er sich auf das bekannte Phänomen des Burnouts zu. Letztendlich ist das Streben nach Perfektion durch Angst motiviert. Während sich dieses Streben anfangs positiv auf die Produktivität auswirkt, schränkt es den Betroffenen im nächsten Stadium nur noch ein. Die Angst vor dem Fehler, vor dem Scheitern ist das größte Zahnrad der Maschinerie. Der Anspruch der Perfektion nimmt den Dingen jegliche Spannung. Wenn alles Vollkommen wäre, wo bliebe da der Raum für das Experiment?

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