Blog / 10.03.2026
„Nur die Harten komm´n in´n Garten“: Kooperationsprojekt mit dem Stadtgarten Köln bei Prof. Jörg Gätjens

Ein preisgekrönter Kulturort verändert sich – und Studierende der ecosign zeigen, wie Gestaltung dabei mehr sein kann als Ästhetik: nämlich Orientierung, Atmosphäre und echte Aufenthaltsqualität.
Worum ging’s? Im Kooperationsprojekt mit dem Stadtgarten Köln entwickelten Studierende unter der Leitung von Prof. Jörg Gätjens und Janning Trumann, dem direkten Ansprechpartner des Stadtgartens, Ideen für den Außenbereich im Kontext des anstehenden Neubaus des Konzerthauses und der Umgestaltung des Geländes. Interdisziplinäre Teams aus ND und NDM arbeiteten an räumlichen und ästhetischen Umdeutungen – von Möblierung über Licht bis zu kommunikativen Strategien. Die fertigen Konzepte wurden im Januar 2026 im Stadtgarten präsentiert, drei Teams wurden ausgezeichnet.
Das sagt Janning Trumann zu der Zusammenarbeit:
„Die Idee kam von dem Gründungsmitglied Reiner Michalke […], der die Hochschule selber kannte. Aber dann beim Googlen wurde dann auch schnell klar, das ist […] die Schule für nachhaltiges Design hier in Köln und der Umgebung. Vor gut einem ¾ Jahr haben wir darüber geredet, dass wir [die Kooperation] gerne machen wollen und dann ging es recht zügig, dass man ein Thema festgesetzt hat, sich getroffen hat vor Ort und diesen ganzen mehrschichtigen Prozess dann relativ schnell wahrgenommen hat.“

Der Stadtgarten Köln: Park, Bühne, Begegnung

Der Stadtgarten ist Kölns ältester innerstädtischer Park (angelegt 1827) und zugleich das europäische Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik. Das Gelände vereint Park, Konzertsaal, Live-Club, Restaurant und Biergarten – ein Ort, wo Kulturprogramm und städtischer Alltag unmittelbar aufeinandertreffen. Mit über 400 Veranstaltungen pro Jahr und dem Deutschen Jazzpreis 2022 stiftet der Stadtgarten weit mehr als Programm: Er stiftet Identität.
Aufgabe: Umdeuten statt umgestalten
Der anstehende Neubau war Anlass, den Außenraum grundlegend neu zu denken. Die Teams experimentierten mit Raumorganisation, Möblierung, Beleuchtung und kommunikativen Strategien. Besonderes Augenmerk lag auf dem Vorbereich des Neubaus und einer Sichtachse in den urbanen Raum – denn solche Blickbeziehungen entscheiden darüber, ob ein Ort offen wirkt und Besucher:innen sich eingeladen fühlen.

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Auszeichnung: Diese Teams wurden prämiert
Die Bandbreite der Ergebnisse war groß – und mehrere Gruppen konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen:
- 1. Preis: 1× Förderer-Card (1 Jahr) im Wert von 300 € + 250 € Geldpreis
- 2. Preis: 1× Förderer-Card (1 Jahr) im Wert von 300 €
- 3. Preis: 1× Gastro-Gutschein im Wert von 100 €
1. Platz
- Sophia Walter, Alina Sensen, Leon Metz und Gil Siebenaler
2. Platz (a)
- Ruth Mertens, Ella Schwarzer und Anina Ragnhild Reutter
2. Platz (b)
- Tim Beyer, Timo Weck und Jannik Worm

v.l.n.r. Sophia Walter, Alina Sensen, Leon Metz und Gil Siebenaler
Warum das relevant ist: Kulturorte brauchen Gestaltung, die den Alltag mitdenkt
Kulturorte funktionieren nicht nur “während der Veranstaltung”. Gerade im Stadtgarten überlagern sich Parknutzung, Gastronomie, Konzertbetrieb und Stadtraum. Außenraumgestaltung entscheidet deshalb ganz konkret darüber,
- ob Übergänge klar sind,
- ob Aufenthalt möglich und angenehm ist,
- wie sich Besucher:innen bewegen,
- und wie inklusiv, offen und sicher ein Ort wirkt.
Ein Neubau kann hier Impulsgeber sein, aber die Qualität entsteht im Detail: in Licht, Möblierung, Zonierung, Kommunikation. Genau das macht ein Projekt wie dieses so wertvoll: Es übersetzt große Veränderungen in konkrete, nutzer:innennahe Lösungen. „Für mich persönlich war es total spannend, die Zwischenpräsentation und jetzt die Abschlusspräsentation zu erleben und diesen Prozess zu verfolgen. Und auch dann dieses kreative Potenzial präsentiert zu bekommen – das war wirklich ganz aufregend für mich“, schließt Janning Trumann aus der erfolgreichen Kooperation.
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