MAD – Ministerium für angewandtes Design
Interdisziplinäres Design
Gestalterin: Jule Deisinger
Entstanden: Wintersemester 2025/26
Das Jahr 2075: Ein fiktives Ministerium als Modell für politische und nachhaltige Wirkungspotenziale von Design.
Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der Design eine zentrale, gestaltende Rolle in Politik und Gesellschaft übernimmt. Das MAD – Ministerium für angewandtes Design ist eine spekulative Designarbeit, die dieses Szenario im Jahr 2075 eröffnet und Design als integralen Bestandteil politischer Prozesse und als demokratisches Instrument versteht.
Im Zentrum der Arbeit steht eine Ausstellung mit fünf bedeutenden Artefakten, die die Entwicklung und die wichtigsten Wendepunkte der MAD-Geschichte von 2025 bis 2075 erzählt. Von dem Gründungsdokumenten bis hin zum Beteiligungsmodell „Parti“, das 2066 neue Formen kollektiver Entscheidungsfindung ermöglicht – jedes Objekt erzählt von einem Moment, in dem Design die politischen Machtstrukturen aufbricht und neue Wege gesellschaftlicher Mitgestaltung öffnet.
Die theoretische Basis verankert das Konzept in wissenschaftlichen Erkenntnissen der Zukunftsforschung und Designtheorie und erforscht so spielerisch die nachhaltigen und politischen Wirkpotenziale von Design. Zukunft erscheint hier nicht als zufälliges Ereignis, sondern als kritischer Raum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukünfte dialogisch verhandelt werden und Gestaltung aktiv stattfinden kann. MAD fordert ein Designverständnis, das transdisziplinär, demokratisch und verantwortungsvoll agiert.
In seiner Gesamtheit lädt das MAD dazu ein, die gesellschaftliche Kraft des Designs radikal neu zu denken und gemeinsam an einer offenen, innovativen und nachhaltigen Zukünften zu arbeiten. So wird Design zum Schlüssel für echte Teilhabe und kreative Transformation im politischen und sozialen Kontext. Mehr dazu sowie die vollständige theoretische Arbeit finden sich auf juledeisinger.de.