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Grafiken

Hintergrund

Bedeutung durch Kontext

Interdisziplinäres Design

Gestalterin: Hannah Lenzen
Entstanden: Wintersemester 2025/26

Ausstellungsgestaltung zwischen musealer Inszenierung und der Anwendung im Alltag für GUTE IDEE. MAGAZIN X GERMAN DESIGN GRADUATES.

Designobjekte bewegen sich stets im Spannungsfeld zwischen Gebrauchsgegenstand und Ausstellungsobjekt. In ihnen verdichtet sich ein grundlegender Widerspruch des Designbegriffs selbst: Design ist zugleich kulturelle Praxis, wirtschaftliches Produkt und ästhetischer Ausdruck. Wird ein Designobjekt aus seinem alltäglichen Nutzungskontext herausgelöst und im musealen Raum präsentiert, verändert sich seine Wahrnehmung grundlegend. Bedeutung entsteht dabei nicht aus dem Objekt allein, sondern aus dem Kontext seiner Präsentation. Besonders beim Ausstellen von Produkt- und Möbeldesign führt diese Entkontextualisierung häufig dazu, dass der Gebrauch in den Hintergrund tritt und Design primär als ästhetisches Objekt gelesen wird. Dabei ist Design nicht nur zur Betrachtung bestimmt, sondern immer auch auf Handlung und Nutzung ausgerichtet. MAGAZIN begreift Design als Teil des Alltags, dessen Bedeutung sich im Gebrauch und in realen Lebenswelten entfaltet. Das Ausstellungskonzept basiert daher auf einer bewussten Kontextualisierung der Exponate. Jedes Objekt wird mit einem funktionalen Ausstellungsträger aus der M-Produktreihe in RAL 7032 Kieselgrau kombiniert. Diese M-Produkte fungieren sowohl als Ausstellungsarchitektur als auch als Kontextvermittler. Jedes Exponat wird einem passenden Wohn- oder Gebrauchszusammenhang zugeordnet und bildet gemeinsam mit dem M-Produkt eine szenografische Einheit, die einen Ausschnitt einer möglichen Alltagssituation zeigt, sodass die Exponate als Gebrauchsgegenstände erfahrbar werden. Die Ausstellung greift damit den Spannungsraum zwischen musealer Inszenierung und alltäglicher Anwendung auf und macht ihn räumlich greifbar.

„Junges Design ist ein Gradmesser für die Bedeutung gesellschaftlicher Aufgaben. An Designhochschulen entstehen Lösungsansätze und Zukunftsvisionen für unterschiedlichste Themen. Frei von wirtschaftlichen und technologischen Zwängen setzen Studierende Impulse und fordern mit ihren Entwürfen etablierte Hersteller heraus. MAGAZIN schätzt diesen freien und unkonventionellen Blick auf die Dinge. Wir sind deshalb Partner der German Design Graduates – einer Initiative der Stiftung Rat für Formgebung mit dem Ziel, Absolvent*innen aus Produkt- und Industriedesign zu fördern und ihnen eine internationale Bühne zu geben. Teil dieser Bühne ist unsere Ausstellung “GUTE IDEE. MAGAZIN x GERMAN DESIGN GRADUATES”: Wir zeigen 13 Arbeiten von 15 Absolvent:innen deutscher Design-Hochschulen zu vielfältigen Projektthemen. Die jungen Designer:innen waren aufgefordert, Projekte, Konzepte und Entwürfe einzureichen, die das MAGAZIN-Sortiment erweitern und ergänzen können. Wir sind begeistert von der Vielfalt der eingereichten Arbeiten: von Materialinnovationen über Möbel- und Lichtkonzepte bis hin zu echten Alltagshelfern. Allen Konzepten gemein ist der Wille, die Dinge anzupacken und mit Lösungen im Kleinen, das Große zu verändern. Wir sind stolz darauf, die Graduates und ihre Arbeiten vom 19.– 28. Februar 2026 in unserem Kölner Laden vorstellen zu können.“