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Pius – Jonathan Pohlke
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pius

Produktdesign

Gestalter: Jonathan Pohlke
Entstanden: Sommersemester 2018
Auszeichnungen: Nachwuchspreis MehrWert NRW 2019

Konzept

Der Raspberry Pi ist ein sehr kleiner Einplatinencomputer, der von der britischen Raspberry Pi Foundation entwickelt wurde. Das Ziel der Stiftung liegt darin, jungen Menschen den Erwerb von Programmier- und Hardware-Kenntnissen zu erleichtern. Mittlerweile wurden mehr als 22 Millionen Geräte verkauft. Durch den niedrigen Verkaufspreis, die Open Source Software, das große Angebot an Zubehör und viele Millionen Nutzer, die ihre Projekte frei zugänglich online stellen, wächst die Nachfrage stetig. Ob in Dritte Welt Ländern als einfacher Computer, in großen Firmen als Steuerungsmodul oder im Privathaushalt als Mediaplayer. Die Möglichkeiten, die sich durch einen Raspberry Pi ergeben, sind riesig und ermöglichen jedem den Einstieg in die digitale Welt.

Da der Raspberry Pi ohne Gehäuse verkauft wird, muss dieses extra erworben werden. Fast alle werden allerdings aus Kunststoff gefertigt und kommen überall auf der Welt zum Einsatz. Die allermeisten davon werden in Asien hergestellt. Neben den oft nicht gerade umweltfreundlichen Produktionsweisen kommt der lange Transportweg hinzu. Da das Gehäuse aufgrund des Materials bzw. der fertigen Gehäuseform nicht klein verpackt werden kann, ist ein effizienter Versand nicht möglich und das erhöht wiederum das Verpackungsmaterial.

Hier kommt das Gehäuse „pius“ von Jonathan Pohlke ins Spiel. Hergestellt aus 100% recyceltem Karton und ohne Klebepunkte lässt sich das Gehäuse dank der einfachen Falttechnik flach und somit effizient und kostengünstig verschicken und kann zuhause direkt zusammengefaltet werden. Der Raspberry Pi kann zudem für einen besseren Halt mit den dafür vorgesehenen Schrauben und Muttern fixiert werden.
Der Vorteil von Pappe liegt auf der Hand. Der Stoffkreislauf bei der Wiederverwertung ist nahezu geschlossen, somit wird in der Produktion fast nur auf bereits verwendete Ressourcen zurückgegriffen und „pius“ kann auch lokal produziert werden. Vollpappe ist zudem sehr leicht und trotzdem stabil; und das bei einem niedrigen Materialvolumen. Sie hält einer hohen Luftfeuchtigkeit stand und ist erst ab ca. 200°C entflammbar.

Das Gehäuse „pius“ ist aber nicht nur nachhaltig, sondern berücksichtigt auch die Wünsche vieler User, die oft die schlechte Erreichbarkeit einiger Schnittstellen oder die schwierige Entnahme des Einplantinencomputers bemängeln. Und zu guter Letzt lässt sich die Vollkartonage auf verschiedenste Weise bedrucken, sodass zahlreiche Designs möglich sind. Durch individuelle Designs lassen sich auch unterschiedliche Käuferschichten ansprechen. Ob unbedruckt zur freien Gestaltung, die Darstellung der einzelnen Komponenten mit ihren jeweiligen Spezifikationen oder weitere Designs, fast alles ist möglich. Somit lässt sich jedes Case individuell beschriften und ist dadurch auch ideal für Schulen oder andere Einrichtungen, in denen direkt mehrere Raspberry Pis zum Einsatz kommen. Diese Eigenschaften machen das Material nahezu perfekt für ein neues Zuhause der Himbeere. Und das alles kostengünstig „made in Germany“.

Auch wenn Pappe nicht so langlebig ist wie Plastik, sollte man sich die Frage stellen, ob das auf diesem Anwendungsgebiet überhaupt nötig ist. Der technische Fortschritt geschieht permanent. So lag die Nutzungsdauer von Notebooks 2012 bei 5,1 Jahren, Tendenz sinkend. Das ist nicht gerade erfreulich, aber unter diesem Aspekt muss das Gehäuse eines Raspberry Pis eben keine mehrere hundert Jahre halten. Das Gehäuse aus robuster Pappe hält bei einer normalen Anwendung aber allemal mindestens 5 Jahre und lässt sich dann wieder gänzlich in den Stoffkreislauf zurückführen.

pius“ richtet sich also an alle Raspberry Besitzer und die, die es werden wollen. 
Zudem wird der Raspberry Pi oft mit einer externen Festplatte verbunden. Aus diesem Grund wird ein weiteres Pappgehäuse für Festplatten angeboten, das sich modular mit dem Gehäuse für den Raspberry Pi verbinden lässt.

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